Parfumbücher: eine Leseliste von Theophrast bis heute

Eine Leseliste von Parfumbüchern in sechs Gruppen, von einer griechischen Abhandlung über Gerüche bis zum Tagebuch eines Parfümeurs, mit Autor, Erscheinungsjahr und dem Grund, warum jedes Buch seinen Platz verdient.

In diesem Ratgeber

Parfumbücher reichen von einer griechischen Abhandlung über Gerüche bis zum Tagebuch eines praktizierenden Parfümeurs, und die guten verändern, wie du an einem Flakon riechst. Diese Leseliste ordnet die bekannten Titel in sechs Themen, nennt zu jedem Autor und Erscheinungsjahr und sagt in einer Zeile, warum er deine Zeit wert ist.

Zwei 10ML-Abfüllungen à 3ml neben leerem Büttenpapier, einem Federhalter mit schwarzer Tinte und einem gefalteten Stück dunklen Leders

Die Jahre sind die Erstveröffentlichung des Werks oder die Ausgabe, die wir nennen. Wo ein erstes Datum nicht feststeht, nennen wir die Ausgabe und lassen das Jahr weg. Wir verlinken keinen Shop: Die einzigen externen Links führen zu Nachschlageseiten über die Autoren und Werke.

Parfums, die neben den Büchern stehen

Neun Parfums aus unserem Sortiment mit einem Bezug zu dieser Liste: eines, dem ein Buch folgt, zwei von Parfümeuren, die hier Bücher geschrieben haben, und weitere, die nach einem Roman, einer Bibliothek oder Tinte benannt sind oder um eine Tintennote gebaut wurden.

  1. Hermès

    Un Jardin Sur Le Nil

    Grapefruit und grüne Mango über Lotus und Pfingstrose, trocknet zu Moschus, Iris und Weihrauch aus; das Parfum, dem Chandler Burr in The Perfect Scent folgt.

    3ml · 10ml · 30ml

  2. Hermès

    L’Ambre des Merveilles

    Ein warmer Unisex-Amber mit Vanille, Labdanum und Patschuli; sein Parfümeur Jean-Claude Ellena hat zwei Bücher über sein Handwerk geschrieben.

    3ml · 10ml · 30ml

  3. Frédéric Malle

    Portrait of a Lady

    Eine würzige Rose mit Weihrauch und Patschuli über Moschus, Benzoe, Amber und Vanille; sie teilt ihren Namen mit dem Roman von Henry James.

    3ml · 10ml · 30ml

  4. Roja Dove

    Elysium Pour Homme Eau Intense

    Zitrus, Lavendel und Thymian über Orangenblüte und Jasmin, getragen von Vetiver, Zedernholz und Moschus; geschaffen vom Autor von The Essence of Perfume.

    3ml · 10ml · 30ml

  5. Byredo

    Bibliothèque

    Pfirsich, Pflaume und Zimt, dann Veilchen und Pfingstrose, über Leder, Patschuli, Vanille und Birkenholz; benannt nach einer Bibliothek.

    3ml · 10ml · 30ml

  6. Comme des Garçons

    Comme des Garçons 2

    Aldehyde und Tee über Tinte, Magnolie und Muskatnuss, auf Weihrauch, Vetiver und Zeder.

    3ml · 10ml · 30ml

  7. Lalique

    Encre Noire

    Ein stiller Holzduft aus Zypresse, Vetiver, Kaschmirholz und Moschus; sein französischer Name verweist auf das Tintenfass.

    3ml · 10ml · 30ml

  8. Tom Ford

    Black Lacquer

    Rum, Tinte, Vinyl und schwarzer Pfeffer über Ebenholz und Pfingstrose, darunter Olibanum.

    3ml · 10ml · 30ml

  9. Yves Saint Laurent

    Muse

    Muskatellersalbei, Weihrauch und Lavendel über Ambrette, Bourbon-Vanille und Iriswurzel, zum Schluss Amberholz und Tinte.

    3ml · 10ml · 30ml

Klassische und frühe Texte

Das älteste Schreiben über Parfum ist praktisch und hin und wieder ein wenig skeptisch. Die Geschichte, die diese Texte erzählen, liest du in unserer Geschichte des Parfums. Was die Rohstoffe kosten, steht im Ratgeber zu Rohstoffpreisen für Parfum.

  • On Odours (Peri osmon), Theophrast (ca. 371 bis ca. 287 v. Chr.): die früheste erhaltene griechische Abhandlung darüber, wie Düfte gemacht und beurteilt werden. Die Ausgabe der Loeb Classical Library, übersetzt von Arthur F. Hort, druckt sie zusammen mit seiner Enquiry into Plants, Bücher 6 bis 9.
  • Natural History, Plinius der Ältere (die ersten zehn Bücher erschienen 77 n. Chr.; Plinius starb 79 n. Chr.): die wichtigste antike Quelle zu Aromastoffen, Salben und dem Parfumhandel, in seinen botanischen Büchern. Plinius hielt Parfum für den sinnlosesten Luxus, weil der Duft verflogen ist, sobald er benutzt wurde. Die Reihe der Loeb Classical Library, zwischen 1938 und 1962 von Rackham, Jones und Eichholz übersetzt, bietet Latein und Englisch nebeneinander. Die Übersetzung von John Bostock und H. T. Riley von 1855 war die zweite vollständige englische Fassung und ist die, die die meisten Leser öffnen können.
  • The Book of the Chemistry of Perfume and Distillations, al-Kindi zugeschrieben (ca. 801 bis 873): mehr als hundert Rezepte für duftende Öle, Salben und aromatische Wässer, mit der Beschreibung der Destillation von Rosenöl. Karl Garbers veröffentlichte 1948 in Leipzig eine deutsche Ausgabe und Übersetzung.
  • „Al-Kindi on the ‘Ethos’ of Rhythm, Colour, and Perfume“, Henry George Farmer (Transactions of the Glasgow University Oriental Society, Band 16, 1955 bis 1956): ein kurzer wissenschaftlicher Aufsatz über al-Kindis Ideen zu Rhythmus, Farbe und Parfum, wie der Titel sagt.
  • The Art of Perfumery, and the Methods of Obtaining the Odours of Plants, G. W. Septimus Piesse: ein frühes, praktisches Buch über Extraktion und Mischung, mit Ausgaben des 19. Jahrhunderts in London und Philadelphia (wir haben die Philadelphia-Ausgabe von 1857 geprüft). Piesse wird die Idee zugeschrieben, Gerüche als Noten auf einer Tonleiter zu beschreiben.
  • The Book of Perfumes, Eugène Rimmel (London, 1865; französische Übersetzung 1870): die Geschichte des Parfums und seines Handels aus der Sicht eines viktorianischen Parfümeurs, vielfach nachgedruckt.

Handwerk: Parfümeure und Fachliteratur

Diese Bücher erklären, wie ein Parfum aufgebaut ist. Mehrere sind Arbeitsnachschlagewerke, erwarte also eher ein Handbuch als einen Pageturner. Wenn dir das Vokabular neu ist, hilft zuerst unser Ratgeber Duftnoten erklärt.

  • Perfumes and Cosmetics, W. A. Poucher (Chapman & Hall, London, 1923): das Fachlehrbuch eines Chemikers, später erweitert als Perfumes, Cosmetics and Soaps und bis heute überarbeitet, inzwischen in der zehnten Auflage.
  • Perfume and Flavor Materials of Natural Origin, Steffen Arctander (1960): eine Enzyklopädie natürlicher Rohstoffe für Parfümeure und das Buch, das du aufschlägst, wenn dir der Name eines Rohstoffs nichts sagt.
  • Le Parfum, Edmond Roudnitska (Presses universitaires de France, 1980): ein Meisterparfümeur plädiert für Parfum als Kunst.
  • Fragrances of the World, Michael Edwards (erstmals 1984 in Sydney als The Fragrance Manual erschienen): das System hinter dem Fragrance Wheel, jedes Jahr aktualisiert. Es passt gut zu unserem Ratgeber zu Duftfamilien.
  • Perfume: The Alchemy of Scent, Jean-Claude Ellena (Arcade, New York, 2011): der Bericht des Parfümeurs selbst darüber, wie er arbeitet, in der englischen Ausgabe.
  • The Diary of a Nose, Jean-Claude Ellena (Particular Books, London, 2012; das französische Original erschien 2011): ein Arbeitsjahr, eine Note pro Woche.
  • Essence and Alchemy: A Book of Perfume, Mandy Aftel (North Point Press, 2001): ein Handwerks- und Geschichtsbuch, das die Naturparfümerie wieder ins Blickfeld rückte.

Kultur und Geschichte des Riechens

Der Geruch hinterlässt auf Papier wenig, deshalb stützen sich diese Bücher auf Briefe, Rezepte, Flakons und die Gewohnheiten ganzer Gesellschaften.

  • Aroma: The Cultural History of Smell, Constance Classen, David Howes und Anthony Synnott (Routledge, 1994): eine wissenschaftliche Kulturgeschichte des Geruchs und eine gute erste Anlaufstelle für alles andere in diesem Abschnitt.
  • Le Miasme et la jonquille, Alain Corbin (Aubier Montaigne, 1982; englisch als The Foul and the Fragrant, Harvard University Press, 1986, übersetzt von Miriam Kochan): wie der Geruch die französische Gesellschaftsvorstellung prägte.
  • Perfume: Joy, Obsession, Scandal, Sin, Richard Stamelman (Rizzoli, New York, 2006): eine große, bebilderte Kulturgeschichte des Duftes von der Mitte des 18. Jahrhunderts bis heute, mit der französischen Kultur im Zentrum.
  • Les Parfums: histoire, anthologie, dictionnaire, Élisabeth de Feydeau (Robert Laffont, 2011): Geschichte, Anthologie und Wörterbuch des Parfums einer französischen Historikerin in einem Band. Ihr früheres Buch über Marie-Antoinettes Parfümeur, Jean-Louis Fargeon, parfumeur de Marie-Antoinette, erschien bei Perrin.
  • The Smell Culture Reader, herausgegeben von Jim Drobnick (Berg, Oxford, 2006): eine Anthologie der Geruchsforschung über Fachgrenzen hinweg.
  • Fragrance: The Story of Perfume from Cleopatra to Chanel, Edwin T. Morris (Scribner, New York, 1984): eine ältere Geschichte des Parfums.
  • Lalique Perfume Bottles, Mary Lou und Glenn Utt mit Patricia Bayer (Crown, New York, 1989): der einzige Flakon-Titel auf dieser Liste, für Leser, denen das Glas so wichtig ist wie der Duft.

Kritik und der Parfumhandel

Hier sagen die Autoren, was sie mögen und warum, und einige folgen einem Parfum durch die Branche.

  • Perfumes: The Guide, Luca Turin und Tania Sanchez (Viking, 2008): ein moderner kritischer Führer zu mehr als tausend Parfums, mit einem kurzen Urteil zu jedem Eintrag. Die Taschenbuchausgabe heißt Perfumes: The A-Z Guide (Penguin, 2009) und enthält neue Einträge.
  • Parfums: Le Guide, Luca Turin (französisch, zwei Ausgaben, 1992 und 1994): der frühere französische Führer, der zuerst da war.
  • The Secret of Scent: Adventures in Perfume and the Science of Smell, Luca Turin (2006): sein Bericht über die Geschichte des Parfums und über seine Theorie, wie das Riechen funktioniert. Mehr zu dieser Theorie im Abschnitt zur Wissenschaft unten.
  • The Little Book of Perfumes, Luca Turin und Tania Sanchez (Profile Books, London, 2011): ein kürzerer Begleiter derselben Autoren.
  • The Emperor of Scent, Chandler Burr (Random House, New York, 2003): die Geschichte, wie Luca Turin zu seiner Theorie des Riechens kam. Beachte, dass Burr es schrieb, nicht Turin.
  • The Perfect Scent: A Year Inside the Perfume Industry in Paris and New York, Chandler Burr (Henry Holt, New York, 2008): folgt Ellena, wie er in Paris ein Hermès-Parfum entwickelt, und in New York einem Promi-Parfum.
  • The Secret of Chanel No. 5: The Biography of a Scent, Tilar J. Mazzeo (Harper, New York, 2010): die Geschichte eines Parfums und von Coco Chanel, der Frau dahinter.
  • The Essence of Perfume, Roja Dove (Black Dog Publishing, London, 2008): eine bebilderte Geschichte des Parfums von einem britischen Parfümeur.

Die Wissenschaft des Riechens

Die Geruchsforschung streitet noch mit sich selbst, lies diese Titel also mit offenem Geist. Die letzten drei Einträge sind ein einziger laufender Streit.

  • What the Nose Knows: The Science of Smell in Everyday Life, Avery Gilbert (Crown, New York, 2008): eine Tour durch die Wissenschaft des Riechens im Alltag.
  • The Scent of Desire: Discovering Our Enigmatic Sense of Smell, Rachel Herz (William Morrow, New York, 2007): ein Bericht über unseren rätselhaften Geruchssinn.
  • „Sex differences in response to physical and social factors involved in human mate selection: The importance of smell for women“, R. S. Herz und M. Inzlicht (Evolution and Human Behavior, 2002): eine Befragung von Studierenden, in der Frauen den Körpergeruch für die Anziehung als wichtiger einstuften als das Aussehen.
  • „A novel multigene family may encode odorant receptors: a molecular basis for odor recognition“, Linda B. Buck und Richard Axel (Cell, 1991): die Arbeit, die eine sehr große Genfamilie für Geruchsrezeptoren beschrieb, die das Nobelkomitee auf rund tausend Gene beziffert. Der Nobelpreis für Physiologie oder Medizin ging 2004 für diese Arbeit an Axel und Buck.
  • „A psychophysical test of the vibration theory of olfaction“, Andreas Keller und Leslie B. Vosshall (Nature Neuroscience, 2004): ein Test am Menschen, der keinen Beleg für Turins Schwingungstheorie fand.
  • „Molecular vibration-sensing component in Drosophila melanogaster olfaction“, Franco, Turin, Mershin und Skoulakis (PNAS, 2011): eine Studie an Fruchtfliegen, in der die Fliegen Duftstoffe von ihren deuterierten Formen unterschieden. Die Theorie bleibt umstritten, lies diese Arbeit also mit dem Test von 2004 daneben.

Romane und Gedichte, in denen Duft zählt

Die Literatur hat mindestens so viel wie jedes Handbuch dazu beigetragen, Menschen neugierig auf Parfum zu machen.

  • Das Parfum. Die Geschichte eines Mörders, Patrick Süskind (1985; englische Übersetzung Perfume: The Story of a Murderer von John E. Woods, 1986): eine Geschichte aus dem 18. Jahrhundert, angesiedelt in Paris und Grasse, über einen Parfümlehrling, der ohne eigenen Geruch geboren wird.
  • À rebours (Gegen den Strich), Joris-Karl Huysmans (Paris, 1884): folgt dem Herzog Jean des Esseintes durch gesteigerte Sinneserfahrungen, mit einem Kapitel für das Parfum. Die erste englische Übersetzung, zensiert, erschien 1922 als Against the Grain.
  • Du côté de chez Swann (Swann’s Way), Marcel Proust (Grasset, 1913): der Bezugspunkt für Duft und Erinnerung, auch wenn sein Thema die unwillkürliche Erinnerung im Allgemeinen ist.
  • Jitterbug Perfume, Tom Robbins (Bantam Books, 1984): ein Roman, der um Parfum herum gebaut ist. Er erreichte 1985 die Liste der New York Times.
  • Les Fleurs du mal, Charles Baudelaire (1857): ein Gedichtband, dessen erweiterte zweite Auflage „La Chevelure“ ergänzte.
  • Le Spleen de Paris, Charles Baudelaire (nach seinem Tod 1869 veröffentlicht): sein Prosagedicht „Un hémisphère dans une chevelure“ schreibt „La Chevelure“ neu und sehnt sich durch einen Duft nach fernen Orten. Louise Varèses englische Übersetzung, Paris Spleen, erscheint bei New Directions.

Bücher und die Parfums, die 10ML führt

Einigen dieser Bücher steht ein Parfum nahe: das eines Parfümeurs selbst, eines, dem man von der Seite bis zum Flakon gefolgt ist, ein Name aus einem Roman, einer Bibliothek oder von Tinte, oder eine Tintennote vom Schreibtisch. Jedes ist ein Original und als 3ml-, 10ml- oder 30ml-Abfüllung erhältlich.

Un Jardin Sur Le Nil von Hermès

Burrs The Perfect Scent folgt Un Jardin Sur Le Nil von Ellenas Schreibtisch in Paris aus. 2005 herausgebracht, öffnet er mit Grapefruit und grüner Mango, führt über Lotus und Pfingstrose und trocknet zu Moschus, Iris und Weihrauch aus. Community-Stimmen wählen ihn am häufigsten für Sommer und Frühling.

L’Ambre des Merveilles von Hermès

Ellenas Bücher erklären, wie er arbeitet, und L’Ambre des Merveilles nennt ihn als Parfümeur. Er baut auf Amber, Vanille, Labdanum und Patschuli auf, und Community-Stimmen wählen ihn am häufigsten für Herbst und Winter.

Elysium Pour Homme Eau Intense von Roja Dove

Roja Dove schrieb The Essence of Perfume und ist der genannte Parfümeur von Elysium Pour Homme Eau Intense, 2023 herausgebracht. Er öffnet mit Grapefruit, Limette und Bergamotte, trägt Orangenblüte und Jasmin im Herzen und ruht auf Vetiver, Zedernholz und Moschus.

Portrait of a Lady von Frederic Malle

Portrait of a Lady teilt seinen Namen mit Henry James’ Roman, was ihn zum natürlichen Begleiter für das Romanregal macht. 2010 herausgebracht, öffnet er mit Nelke, Himbeere und Rose, setzt türkische Rose, Weihrauch und Patschuli ins Herz und endet auf Moschus, Benzoe, Amber und Vanille. Die Community-Stimmen zu seiner Sillage neigen zu „stark“.

Bibliothèque von Byredo

Der Name ist das französische Wort für Bibliothek. Bibliothèque kam 2017 heraus, mit Pfirsich, Pflaume und Zimt in der Kopfnote, Veilchen und Pfingstrose im Herzen und einer Basis aus Leder, Patschuli, Vanille, Birkenholz und Moschus.

Comme des Garçons 2 von Comme des Garçons

Der Schreibtisch steht im Herzen von Comme des Garçons 2, 1999 herausgebracht: Tinte neben Magnolie und Muskatnuss, unter Aldehyden, Engelwurz und Tee, über Weihrauch, Vetiver und Zeder.

Encre Noire von Lalique

Encre Noire, 2006 herausgebracht, hat seinen französischen Namen vom Tintenfass. Seine Noten sind eine stille Holzliste aus Zypresse, Vetiver, Kaschmirholz und Moschus.

Black Lacquer von Tom Ford

Black Lacquer, 2024 herausgebracht, setzt Tinte mit Rum, Vinyl und schwarzem Pfeffer in die Kopfnote, dann Ebenholz, Pfingstrose und Elemi, mit Olibanum darunter.

Muse von Yves Saint Laurent

Muse, 2025 herausgebracht, öffnet mit Muskatellersalbei, Weihrauch und Lavendel, hält Ambrette, Bourbon-Vanille und Iriswurzel im Herzen und endet auf Amberholz und Tinte.

So beginnst du dein Regal

Such dir das Thema aus, das zu dem passt, was du schon trägst, und lies ein Buch daraus. Wenn dir oben ein Parfum ins Auge fällt, fang mit 3ml zum Kennenlernen an (rund 60 Sprühstöße), geh weiter zu einer 10ml-Abfüllung zum wochenlangen Tragen (rund 200) und behalte 30ml, wenn er zu deinem wird (rund 600). Wenn dir das Leder und der Weihrauch hier gefallen haben, ist unser Ratgeber zu Lederparfums ein nächster Schritt, und Nischen- und Designerparfum erklärt die Häuser hinter mehreren dieser Flakons.

Einen Duft lieber erst testen, bevor man sich für einen ganzen Flakon entscheidet? Dann lohnt sich ein Blick auf dieParfumproben von 10ML.

Zum Überblick: Wie du deinen persönlichen Duft in drei Schritten findest.

Häufig gestellte Fragen

Welche Parfumbücher solltest du zuerst lesen?
Fang mit dem Thema an, das am nächsten an dem liegt, was du trägst. Wie ein Parfum aufgebaut ist, zeigt Jean-Claude Ellenas The Diary of a Nose. Für Kritik: Perfumes: The Guide von Luca Turin und Tania Sanchez. Für die Kulturgeschichte: Aroma von Classen, Howes und Synnott.
Gibt es gute Romane über Parfum?
Ja. Patrick Süskinds Das Parfum: Die Geschichte eines Mörders (1985) ist der bekannteste, und Tom Robbins schrieb das komische Jitterbug Perfume (1984). Huysmans’ À rebours (1884) enthält ein berühmtes Parfumkapitel, und Baudelaires Gedichte kehren immer wieder zu Duft und Erinnerung zurück.
Welche Bücher erklären, wie Parfum hergestellt wird?
Jean-Claude Ellenas Perfume: The Alchemy of Scent und The Diary of a Nose geben den Blick eines Parfümeurs. Für natürliche Rohstoffe ist Steffen Arctanders Perfume and Flavor Materials of Natural Origin (1960) die Enzyklopädie, und Mandy Aftels Essence and Alchemy (2001) behandelt die Naturparfümerie.
Gibt es ein Buch über die Geschichte des Parfums?
Mehrere. Aroma von Classen, Howes und Synnott (1994) ist eine wissenschaftliche Kulturgeschichte des Geruchs, Richard Stamelmans Perfume (2006) eine bebilderte Geschichte, und Plinius’ Naturgeschichte und Piesses The Art of Perfumery sind die alten Texte, auf denen die späteren Bücher aufbauen.
Behandeln diese Bücher auch die Wissenschaft des Riechens?
Ja. Avery Gilberts What the Nose Knows (2008) und Rachel Herz’ The Scent of Desire (2007) sind gut lesbare Einstiege. Die Wissenschaft ist stellenweise noch umstritten, vor allem Luca Turins Schwingungstheorie, die ein Test am Menschen 2004 nicht stützte und eine Studie an Fruchtfliegen 2011 stützte.
Kannst du die Parfums aus diesen Büchern ausprobieren, bevor du einen ganzen Flakon kaufst?
Ja. 10ML füllt jedes Parfum aus dem Originalflakon ab: 3ml (rund 60 Sprühstöße) zum Kennenlernen, eine 10ml-Abfüllung (rund 200) zum wochenlangen Tragen und 30ml (rund 600) zum Behalten. So kannst du mit einem Duft leben, bevor du dich für einen ganzen Flakon entscheidest.

Quellen

  1. Theophrastus (Wikipedia)
  2. Natural History, Pliny (Wikipedia)
  3. Al-Kindi (Wikipedia)
  4. George William Septimus Piesse (Wikipedia)
  5. Eugène Rimmel (Wikipedia)
  6. Fragrances of the World (Wikipedia)
  7. Jean-Claude Ellena (Wikipedia)
  8. Luca Turin (Wikipedia)
  9. Chandler Burr (Wikipedia)
  10. Perfume, the novel (Wikipedia)
  11. À rebours (Wikipedia)
  12. Le Spleen de Paris (Wikipedia)

Eine Woche lang tragen, nicht zehn Sekunden.

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